Dienstag, 28. November 2017

27.11.2017 Zweiter Tag in Marrakech: Jardin Majorelle, Madrasa Ben Yousef und Dar Tiskiwin

Unser erster Weg führt uns heute in den Jardin Majorelle, einen der schönsten Gärten des Landes, der vom französischen Künstler Jacques Majorelle (1866-1962) gegründet und im Jahr 2000 von Yves St. Laurent erworben und grundlegend erneuert wurde. 




               
In der Ville des Modeschöpfers und seines Lebensgefährten sind heute ein Museum seiner Schöpfungen, ein Modegeschäft und ein Café untergebracht.

                       

Anschließend geht's durch endlose Basarstrassen zurück zum Quartier...



  Nach einer kurzen Einkehr im Appartement besuchen wir die Madrasa Ben Youssef, die schönste Koranschule des Landes. Sie wurde im 14. Jh. gegründet und zuletzt 2001 renoviert. Ihre heutige Gestalt erhielt sie jedoch unter den Saadiern im 16. Jh. 
Der beeindruckend große und wunderschöne Innenhof mit Brunnen hat Bodenfließen aus Carrara-Marmor. 

 Die Wände sind mit aufwendigen Kachel-ornamenten und arabischen Schriftzügen verziert, mit Stuckkapitellen und im oberen Bereich mit feinst gedrechselten Zedernholzarbeiten versehen. An den Innenhof schließt ein kleiner Gebetsraum an. Sehenswert sind auch die Studierzimmer im oberen Bereich der Koranschule sowie das alte Hammam.



Dann ging‘s durch die Basarstraßen (Stouks) und den Platz der Gehängten zum Lunch mit Hühnchen-Coucous und eine Fleisch-Tajine mit Dörrpflaumen



Christine und Helmut passen nach dem Lunch und wir wandern noch ins 

DAR TISKIWIN (MUSEUM BERT FLINT)
Das einst private Volkskundemuseum, das in den 1980er-Jahren von dem Niederländer Bert Flint eröffnet wurde, birgt in einem sehenswerten Altstadthaus eine sehr schöne Ausstellung. Sie zeigt vor allem Sammlerstücke, die Flint entlang der Handelskarawanenroute von Marrakech nach Timbuktu gefunden und erhalten hat: Teppiche, Kleidungsstücke, Schmuck, aber auch Arbeitsmaterial und Alltagsgegenstände.








26.11.2017 Erster Tag Marrakech

Kurz zu Marrakech aus dem Netz:

MARRAKECH

Von den vier Königsstädten ist Marrakech (1 Mio. Einw.) die aufregendste.
Marrakech wurde im 11. Jh. gegründet, und seit dem galt jahrhundertelang: Wer Marrakech besitzt, hat die Macht über das gesamte Land. Und diese Machtposition spiegelt sich bis heute wider. Die Berber-Dynastien der Almoraviden (1046-1147), Almohaden (1147-1269) und Saadier (1549-1664) ließen große Prunkbauten errichten, die das Stadtbild prägten. Selbst wenn Marrakech heute nicht mehr die mächtigste Stadt des Landes ist, so hat „die Rote", wie sie aufgrund der Farben ihrer Hauswände genannt wird, doch bis heute eine wichtige Bedeutung.
Marrakech ist die Hauptstadt der Berber und neben Casablanca das Wirtschaftszentrum des Landes. Keine Stadt in Marokko wächst so schnell (inoffiziell leben hier zwischen 3 und 4 Mio. Menschen). Trabantenstädte und neue Viertel entstehen, in denen Trends gesetzt werden. Es wird saniert und restauriert, es werden internationale Gipfel abgehalten und internationale Festivals gefeiert und: Hier werden Besucherrekorde gebrochen! Rucksackreisende, Orientverfallene, Pauschalurlauber, Künstler und Stars: Alle kommen und erliegen dem Charme der Stadt. Dass Marrakech so beliebt ist, hat u. a. mit seiner Ursprünglichkeit zu tun: Die Stadt blieb jahrelang von modernen Entwicklungen unberührt.

Wir beginnen unseren Rundgang nach dem Frühstück mit der Mosquée Koutoubiya, der ersten Moschee von Marrakech aus dem 12. Jh. Mit einem Minarett, das typisch ist für die marokkanisch-islamische Architektur. Sie ist für Nichtmuslime nicht zugänglich und hat ihren Namen von dem sie früher umgebenden Büchermarkt. Sie wurde 1997 renoviert.


               

Am Weg zu den Saadiergräbern kommen wir am BAB AGNAOU vorbei: 


Das schönste Stadttor von Marrakech stammt aus dem 12. Jh. und ist einer der Zugänge in das einstige Sultans-areal, heute Kasbahviertel genannt, das sich südlich an den Palast el Badi anschließt. Als einziges Stadttor des Viertels stammt es noch aus der Almohadenzeit und ist bis heute sehr gut erhalten. Reiche Ornamente spannen sich über zwei Hufeisenbögen.

Im Café Kasbah genießen wir einen guten Espresso   

                        

und die Aussicht auf die Moschee Mounlay El Yazid  auf dem Platz davor 

 

Die Saadiergräber wurden  erst 1917 im diesem Kasbahviertel entdeckt. Sie stammen aus dem 16. Jh. mit mehreren Mausoleen. Hier ist u.a. der Saadier-Sultan Ahmad al-Mansour begraben.







Auf dem Weg zum Palast Badi werden wir noch gezielt in einen reichhaltigen Gewürzmarkt gelockt, wo wir Tee Royal, Musk-Duftstein und Duftstein als Deo (Alaun) kauften.  


 Der Badi ist geschlossen; wir besichtigen den Wesirspalast Bahia, einen der schönsten Paläste von Marrakech, 







einem Meisterwerk der maurischen Baukunst, in dem auch Staatsgäste untergebracht werden. Prächtige Gärten und Räume ohne Möbel.

 

Später sind wir noch durch teils überdachte Souks zum Stadttor hinaus gewandert, auf den  Place Bab Doukkala - eine Runde zum nächsten größeren Stadtor und wieder über Souks zum Hotel zurück.   







Sonntag, 26. November 2017

24.-25.11.2017 Anreise - Essaouira

Wie schon länger geplant, entschließen wir uns im Herbst 2017 - während unseres Teneriffa-Aufenthalts - von hier aus mit unseren Freunden, Christine und Helmut  Mayr, zu einer rund einwöchigen Marokkoreise.

Wir starten am Freitag, den 24.11. um 10h vom Flughafen Teneriffa Norte mit BinterCanaries und fliegen über Las Palmas nach Agadir, wo wir nach ruhigen Flügen um etwa 13:30h ankommen. Hier mieten wir eine Auto (Fiat Tipo Sedan) und fahren auf der Küstenstraße - eine interessante aber eine etwas mühsame Strecke - 





gleich 200km weiter nach Essauouira, wo wir um 18:30h in der vorgebuchten Appartment-Résidence Louzani  ankommen. Das Appartment ist sehr gut - nahe am Meer und zur Medina - gelegen und wir wandern noch in die Altstadt.


















ESSAOUIRA oder Mogador
Windy City, Künstlermetropole,  (80 000 Ew.). Die Stadt ist ein Surfer-, ein Aussteiger-und ein Künstlerparadies. Sie wurde 1773 von den Portugiesen unter dem Namen Mogador gegründet, die Besiedlungsgeschichte reicht aber bis in die Römerzeit zurück. Eine alte Festung mit den dazugehörigen Anlagen umfasst die zauberhafte Altstadt, durch die sich unzählige Gassen ziehen. Hier befinden sich kleine Hotels, die liebevoll in alten Stadthäusern untergebracht sind,

Am nächsten Morgen wandern wir nach dem Frühstück an der Strandpromenade entlang zur Burg von Mogadur und zum Hafen


                    

FORT DES PORTUGAISES
Die portugiesische Festung aus dem 18. Jh. ist von Türmen flankiert. Original erhalten sind neben den Mauern die Bronzekanonen, die in Spanien hergestellt wurden. 
 

                          



MEDINA
Die Medina Essaouiras zeichnet sich durch enge Gassen sowie kleine Plätze aus, die häufig von Gummibäumen umgeben sind. Es gibt einen sehr lebendigen Souk und zahlreiche Galerien, sodass sich Kunstinteressierte tagelang hier aufhalten können





Christine & Resi mit einer Aganölverkäuferin in der Medina 


Am 25. geht‘s schon am späteren Nachmittag 187km (2 1/2h) weiter in die Medina von Marrakech, ins Hotel Riad for S, wo wir 4 Nächte bleiben.




Auf der Dachterrasse...
Unsere Vermieterin führt uns am Abend noch zur ältesten Moschee, der Koutoubia,


und auf den Djemaa El Fna, den großen Platz der Gehängten. Er heißt auf arabisch etwa 'Versammlung der Toten'. Die Sultane nutzten ihn zur Zeit der Almohaden - eine muslimische Berber-Dynastie 1147-1269 - als Hinrichtungsstätte und ließen hier die aufgespießten Köpfe zur Schau stellen. 

Der Djemaa el Fna, der Gauklerplatz, zog von jeher Menschen in seinen Bann und schien lange Zeit immun gegen morderne und westliche Entwicklungen. Das faszinierte. Als 1999 durch eine Gesetzesänderung auch Ausländer Häuser kaufen konnten, legte sich viele Betuchte ein Riad in der Medina oder eine Villa an der Palmeraie zu.Vor allem Franzosen, erlagen der Faszination Marrakechs und eröffneten kleine Gästehäuser, von denen die heutigen Gäste der Stadt profitieren. Die Veränderungen tun der Stadt gut: Alte Bausubstanz wird erhalten und neue Investoren machen viele Innovationen möglich. .