Dienstag, 5. Dezember 2017

1.-2.12.2017 Casablanca und eine mühsame Rückreise

Die beiden kommenden Tage sind - trotz der eher überschaubaren Strecke - mit der Rückreise ausgefüllt. Am Freitag, den 1.12. geht‘s nach dem Frühstück gleich zum Flughafen, schließlich hatten wir vor einer Woche einen langen Stau auf der Strecke Flughafen Al Massira nach Agadir hinein. Das Mietauto ist zu retournieren und in Marokko sind mindestens 2 Stunden am Flughafen einzukalkulieren! Um 12:20h ist unser Abflug - hier klappt noch alles. 
Wir fliegen mit der Royal Air Maroc nach Casablanca, wo wir um 13:30h landen und wieder ein Mietauto nehmen, in der Innenstadt unsere Zimmer im neuen Atlas Almohades beziehen und gleich zu dem Highlight Casablancas die Moschee Hassan II fahren, wo der Geburtstag des Propheten gefeiert wird und viele Familien unterwegs sind

Die Hassan-II.-Moschee - Mesdschid al-Hasan ath-thānī - in Casablancas ist eine der größten Moscheen der Welt. Ihr Minarett ist mit 210 Metern Höhe das derzeit höchste Minarett und das höchste religiöse Bauwerk der Welt. Sie wurde anlässlich des 60. Geburtstags des damaligen marokkanischen Königs Hassan II. erbaut und 1993 fertiggestellt.

2500 Arbeiter und 10.000 Handwerker arbeiteten sechs Jahre lang an der Moschee. Am 30. August 1993 wurde der Bau eingeweiht. Bis zu 25.000 Personen finden in der Gebetshalle von 20.000 Quadratmetern Platz. Technische Besonderheiten sind ein sich automatisch öffnendes Dach, Fußbodenheizung in der Gebetshalle und ein grüner Laserstrahl, der nachts Richtung Mekka zeigt. Die Moschee darf auch von Nicht-Muslimen gegen Eintrittsgeld betreten werden.(Wikipedia)





Nach einer sehr angenehmen Nacht, in dem neu renovierten Hotel mit großzügigen Zimmern beginnt eine sehr mühsame Heimreise. Zwei Stunden um durch die diversen Kontrollen zu kommen, sind eher knapp bemessen. Dazu hatte ich noch einen Tax Refund einzusammeln! Alles dauert!

Die Probleme begannen aber erst am Gate: das verspätete Bording war nur der Vorbote. Die Maschine rollte auf die Flugbahn, da kamen über die Klimaanlage leicht ätzende Gase. Feuerwehrautos führen vor, schließlich würden wir mit Bussen wieder zum Gate gebracht.

Nach ungefähr zwei weiteren Stunden erfuhren wir, dass inzwischen der Ziel-Flughafen Teneriffa Norte wegen Bodennebels gesperrt wurde, und es dauerte und dauerte bis die Genehmigung für die Landung am Flughafen Teneriffa Süd eintraf. Unser Auto war im Norden geparkt!
Statt um 16:20h in Teneriffa Nord landeten wir schließlich etwa 4 h später am Flughafen Süd, dort warteten nochmals eine gefühlte Ewigkeit bis das Gepäck ankam. Wir fuhren schließlich mit dem Taxi nach Hause (45 km nordwestlich) und holten am nächsten Tag das Auto (gut 100 km nordöstlich) vom Flughafen Norte ab. 

Marokko war trotzdem ein positives Erlebnis!


30.11.2017 Fahrt von Ouarzazate nach Agadir

Ouarzazate liegt etwa 1150 m ü. d. M. zwischen den Gebirgsketten des Hohen Atlas und des Antiatlas. Die Entfernung von bzw. nach Marrakesch beträgt etwa 200 km (Fahrtstrecke). In der Nähe der Stadt liegt der Stausee El Mansour Eddahbi, der durch den im Hohen Atlas entspringenden Fluss Dadès gespeist wird und seine Wasser in das Wadi Draa entlässt. Der Drâa fließt in einer eindrucksvollen Schlucht Richtung Süden durch das malerische, von Dattelpalmenhainen und kleinen Anbauflächen gesäumte, Drâa-Tal und versickert in der Sahara.

Hier in Ouarzazate war am Morgen das Wetter noch relativ schön, aber dann auf 1500-1600m Höhe fahren wir durch leichten Sprühregen bzw. durch Wolken - in dieser trockenen Gegend eine Seltenheit - und die Temperatur ging auf 8 Grad herunter  . Wir haben 378 km bis zu unserem heutigen Ziel, dem Appart-Hotel Rofaida in Agadir vor uns - um rund 175 km mehr als gestern. Allerdings erweisen sich die Straßenverhältnisse als deutlich besser, weniger Kurven, keine Baustellen und schließlich geht’s bald auf Meereshöhe hinab, sodass wir zügig vorankommen.

                 




 

eine schöne, zügige und unproblematische Fahrt: in der Ebene des Soustals zwischen dem Hohen Atlas und dem Antiatlas kommen wir rasch voran und erreichen am frühen Nachmittag Taroudannt , die Stadt, die auch Klein-Marrakech genannt wird. 


 


                   

Nach gut einer Stunde Pause geht‘s zügig weiter nach Agadir ins Hotel Rafaida nahe am viele Kilometer langen, sehr schönen, aber um diese Jahreszeit schon kühlen, Atlantikstrand 




29.11.2017 Fahrt über den Hohen Atlas von Marrakech nach Ouarzazate

Wir haben heute eine lange Fahrt über den Hohen Atlas an den Rand der Sahara - nach Ouarzazate - vor uns. Wir starten um 8:30h in Marrakech und fahren in den Südosten. Bald erreichen wir die kahle Gebirgslandschaft

und haben Höhen von über 2.200m im Berberland zu überwinden


Die Lehmarchitektur der Berber ist besonders rund um das Atlasgebirge verbreitet. Die erdfarbigen Bauten sehen aus der Ferne wie große Sandburgen aus: 
Tightaments sind Wohnungen aus Stampflehm. Häufig werden sie auch als Kasbahs bezeichnet, die ursprünglich als Wehranlagen der Stammesfürsten errichtet wurden, aber auch als Wohnungen für Großfamilien und Erntespeicher. Südlich des Hohen Atlas nennt man die Burgen Agadire.

 

Die Lehmbauweise Südmarokkos ist außergewöhnlich, man findet sie sonst nur im Jemen und in Timbuktu: Für den Stampflehm wird ein Brei aus Lehm, Wasser und gehäckseltem Maisstroh in hölzerne Gußformen gefüllt, die auf das bereits fertige Mauerwerk gesetzt sind. Das Gemisch trocknet  in der Sonne und so entstehen Lehmquader, die sich aneinanderreihen und Schichten lassen.
 Die Formen werden nach dem Trocknen entfernt und weiter verwendet. (Anika Batschi, www.drp-kulturtours.de) 



Wir halten nur an Baustellen und für Fotopausen, so kommen wir rasch voran und erreichen um 14:30 unser heutiges Ziel Ouarzazate, das Tor zur Sahara.
Infos zu Ouarzazate:
https://face2faceafrica.com/article/ouarzazate-beautiful-city-morocco-hollywood-africa

Schon in der Anfahrt fallen die Filmstudios auf


Das Hotel Riad Tichka Salem war nicht leicht zu finden, ist aber unmittelbar neben Hauptstraße, dem  Boulevard Mohammed V gelegen.
Nach dem Einchecken kurz Altstadt (Kasbah) angesehen


















Dann kurze Stadtrundfahrt auch hinaus Richtung Sahara in die Nähe des großen Stausees El-Mansour-Eddahbi gemacht, der eine schöne Kulisse bildet. Wir sind auch  über den Fluß Asif Tidili in den Ort Tigami Ljdidi du Nord gefahren. Nach einem Espresso in der Stadt im Hotel frisch gemacht und um 19:30h im Hotel Restaurant Abendessen eingenommen.







28.11.2017 André Hellers ANIMA und das Ourika-Tal


Heute machen wir einen Ausflug in die Umgebung von Marrakech: zu André Hellers Garten und 

 ANIMA 
und ins Ourika-Tal. Zwei Ziele, die auf einem Weg liegen.
Kurz vor Ourika die Ankündigung des Anima-Gartens. Wir sind zufällig um 9:30h, dem Öffnungszeitpunkt da und die ersten Besucher. Wir finden:
Eine phantastische, botanische Inszenierung des Universalkünstlers André Heller auf einem über 2 ha großen Gelände mit schattigen Wegen. Eine Baum-, Sträucher- und Blütenpracht mit Pavillons und Skulpturen in der afrikanischen Natur mit Blick auf das Atlasgebirge und dem 4.167 Meter hohen Jbel Toubkal. 

 






 


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Die phantasievolle Welt des André Heller ....


                 




             

Nach Kaffee  und Apfelkuchen im Anima-Café brechen wir um die Mittagszeit auf in das

 Ourika- Tal 

Es ist  ein vom Oued Ourika durchflossenes Bergtal auf der Nordseite des Hohen Atlas in der Region  Marrakesch-Safi in MarokkoDer Fluss Ourika entspringt an den Hängen des Toubkal-Massivs und versickert in der Ebene von Marrakesch.
Das etwa 1400 m bis 1500 m hochgelegene Ourika-Tal beginnt etwa 30 km südöstlich von Marrakesch  zieht sich weitere 25 km in südlicher Richtung bis nach Asgaour und Setti Fatmadanach folgen noch einige Bergdörfer, die allerdings nur auf Wanderungen erreichbar sind.  
 Noch im frühen 20. Jahrhundert lebten die Bewohner weitgehend abgeschnitten von der Außenwelt – eine Situation, die sich erst mit verbesserten Transportmöglichkeiten und zunehmendem Tourismus änderte. Dennoch ist das Tal in vieler Hinsicht immer noch recht ursprünglich geblieben. Im Jahr 1995 gab es nach starken Regenfällen heftige Überschwemmungen, die vor allem in Setti Fatma viele Häuser zerstörten.

  







B

Schulschluss für heute! 






Der Fluß ist die Lebesquelle in dieser trockenen Umgebung, das Flußtal bildet die reinste Freilicht-Gaststätte - sicher sehr attraktiv im Sommer, aber um diese Jahreszeit, nur für die Härtesten. 


Wir fahren bis Setti Fatma in das Tal hinein gehen spazieren und verkosten die Huhn-, Lamm- und Gemüse-Tajinen der Region 


 begleitet von einer Art „Heurigen“-Musikanten!

 Nach einem Kaffee-Stopp in einer Kasbah namens Art Café


geht‘s zurück nach Marrakech. Dann noch ein Rundgang in der Medina und am Jamaa El-Fna, aber  zu Hause Abend gegessen, da die Ständler am Platz so aufdringlich waren.